Rechtsanwälte Dr. jur. Bernards und Langenbach
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Rechtsanwaltskanzlei
Langenbach und Reiter

Alter Markt 7
42275 Wuppertal

Anwaltskanzlei

Die Kanzlei wurde 1911 von Herrn Dr. Bernards senior gegründet und von Anfang an auf das Zivil- und Wirtschaftsrecht ausgerichtet. In jüngerer Vergangenheit erfolgte eine konsequente Spezialisierung im Bereich des Medizinrechts, insbesondere im Arzthaftungsrecht.

1946 trat Herr Dr. Bernards junior in die Kanzlei ein und übte seit 1982 den Beruf gemeinsam mit Rechtsanwalt Langenbach aus.

Eine besondere Spezialisierung erfolgte im Bereich des Medizinrechts. So wurde Herrn Rechtsanwalt Langenbach der Titel "Fachanwalt für Medizinrecht" durch die Rechtsanwaltskammer Düsseldorf verliehen.

Seit dem 1.1.2013 ist Herr Rechtsanwalt Reiter Mitglied der Kanzlei. Mit Aufnahme seiner Tätigkeit wird unser Angebot an Rechtsberatung konsequent erweitert. So ist Herr Rechtsanwalt Reiter  "Fachanwalt für Arbeitsrecht " und  "Fachanwalt für Verkehrsrecht".

Die Kanzlei liegt in der Fussgängerzone in Wuppertal-Barmen am zentralen Platz (Alter Markt - Dierichs-Haus) und ist barrierefrei erreichbar. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Schwebebahnstation "Alter Markt". Parkmöglichkeiten finden Sie im Parkhaus Alter Markt sowie Kurzzeitparkplätze (einschließlich Parkplätze für Schwerbehinderte) in naher Umgebung (siehe auch "Kontakt/Anfahrt").



Aktuell  " VW Skandal - Softewareskandal VW":

Käufer von Dieselfahrzeugen des VW-Konzerns mit mangelhafter Motorsoftware empfehlen wir derzeit folgendes:

Soweit VW per Gesetz, Verordnung oder behördlicher Entscheidung verpflichtet wird die betroffenen Fahrzeuge durch behördlich abgesegnete technische Maßnahmen zu reparieren, kann dies auch ohne Beachtung von Gewährleistungsfristen geschehen, da Sie als Fahrzeugeigentümer quasi zwangsweise durch einen Rückruf zur Reparatur gebracht werden.

Problematisch sind jedoch weitergehende Rechte auf Schadenersatz, Wertminderung, Kosten eines Ersatzfahrzeuges usw. die durch einen solchen Rückruf nicht erfasst werden.

1. Prüfen Sie auf der Internetseite des VW-Konzerns (oder einem Konzernunternehmen wie Skoda, Seat oder Audi) anhand Ihrer Fahrzeugidentitätsnummer, ob Ihr Wagen von einem Softwareproblem betroffen ist, gegebenenfalls lassen Sie sich von einem Markenhändler aufklären.

2. Prüfen Sie anhand Ihrer Unterlagen, wann Sie das Fahrzeug erworben haben.
Für (private) Neuwagenkäufer gilt eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren ab Übergabe des Wagens, im Gebrauchtwagenhandel vom Händler an den Verbraucher hat dieser regelmäßig eine Gewährleistungsfrist von einem Jahr ab Übergabe zu beachten.
Sind die Fristen noch nicht abgelaufen, so fordern Sie Ihren Verkäufer zeitnah unter Fristsetzung auf, nicht nur den Mangel am Fahrzeug zu beheben (Nachbesserung) sondern auch bezüglich des Softewaremangels auf die Einrede der Verjährung bzgl. aller Gewährleistungsrechte schriftlich zu verzichten. Mit einer solchen Verzichtserklärung kann auch nach Ablauf der Gewährleistungsfrist noch der Mangel und damit der Schadenersatz geltend gemacht werden, wenn der Händler nicht unverzüglich reagieren kann (ihm fehlen z.B. noch Informationen zur Fehlerbehebung des Herstellers VW)oder will.

3. Lehnt der Händler bei drohendem Fristablaufes eine Handlung nach Ziffer 2. ab, so ist eine verjährungsunterbrechende Maßnahme zwingend erforderlich. Dies kann die Einleitung eines Schlichtungsverfahrens vor der Kraftfahrzeuginnung, eine gerichtliches Beweissicherungsverfahren oder ein Klageverfahren vor dem zuständigen Zivilgericht sein.

Wir gehen derzeit davon aus, dass die betroffenen Fahrzeuge nicht die vom Hersteller - und damit vom Händler übernommenen- und  in der Werbung publizierten Emissionswerte einhalten.  Damit liegt ein Mangel iS des § 434 BGB vor.

4.  Kraftfahrzeugeigentümer, deren Kauf außerhalb der obigen Fristen zurückliegt, haben die Möglichkeit ihren Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschung anzufechten. Dies ist aber nur erfolgreich, wenn der Nachweis gelingt, dass dem Verkäufer der Softewaremangel bekannt war. Dieser Nachweis ist  i.d.R. kaum zu führen.
Schließlich bleiben Schadenersatzansprüche wegen sittenwidriger Schädigung am Fahrzeugeigentum gegenüber dem VW-Konzern.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht Hans-Christian Reiter.



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